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Gruppe Shotokan-Ryu

nach Kase und Shirai
in Nordrhein-Westfalen

2001 und 2002 fanden regelmäßige Gruppentrainings mit Sensei Lothar J. Ratschke in Lindlar und Bergisch Gladbach statt.
Sensei Ratschke wurde dabei teilweise von Martin Nienhaus (3. Dan) und Heero Miketta (2. Dan) vertreten.

In 2003 wollen wir diese regelmäßige Struktur zugunsten einzelner Events auflösen.
In jedem Fall auch in diesem Jahr findet der große Lehrgang in Lindlar mit Lothar Ratschke und Bernd Milner statt.
Alle aktuellen Infos hier.

 Mehr Events


Was ist Shôtôkan Ryu?

Shôtôkan Ryu ist traditionelles, klassisches Karate Dô. Shôtôkan Ryu - das ist auch der Name einer engagierten Gruppe von Karatedôjô aus ganz Deutschland und aus unterschiedlichen Verbänden, die verstärkt die Kampfkunst in der Tradition von Seiko Shihan Teiji Kase und Shihan Hiroshi Shirai pflegen.

Traditionelles, klassisches Karate Dô stellt nicht den Wettkampferfolg in den Mittelpunkt, sondern den gesamten Menschen. Wir bieten Training an für alle und nicht nur für Hochleistungsathleten. Die Grundsätze sind festlegt in den Regeln der Sakugawa Dojo-Kun und der Shôtô-Niju-Kun. Ihr findet sie unter www.shotokan-ryu.de. Ausserdem vertiefen wir Theorie und Praxis beim gemeinsamen Training und bei intensiven Lehrgängen.


Wer sind Seiko Shihan Prof. Kase und Shihan Shirai?


Taiji Kase wurde am 09.02.1929 in Ciba/Japan geboren. Er ist z.Zt. der grösste und letzte Meister, welcher jahrelang mit Yoshitaka Funakoshi, dem Sohn von Gichin Funakoshi, trainiert hat. Als direkter Schüler der authentischen Nachfolger Funakoshis, Shigeru Egami und Genshin Hironishi, fühlt er sich auch heute noch den Grundwerten seiner Meister verpflichtet. So lehrt er den "Yoshitaka-Weg", einen sehr spezifischen Weg des Shôtôkan Karate Dô.

In den sechziger Jahren leitete er die Ausbildung der JKA-Instruktoren (Japanese Karate Association). 1965 bereiste er Afrika und Europa um Karate zu lehren. Am Ende seiner Europareise, lies er sich in Paris/Frankreich nieder, um ein Dojo zu gründen, dem er heute noch vorsteht. Durch seine langjährige Lehrtätigkeit hat er wesentlich dazu beigetragen, Shôtôkan Karate Dô zu verbreiten.


Hiroshi Shirai wurde am 31.07.1937 in Nagasaki/Japan geboren und begann mit dem Karateunterricht 1955. Ab 1960 war er Schüler der Klasse von Kase in der JKA Instructor School. Nach einem Besuch 1965 in Italien, lies er sich in Mailand nieder und gründete die "I´Associazione Italiana Karate" (JKA-Italien), 1979 folgte die Gründung des "Istiuto Shôtôkan Italia". Shirai vertritt wie Kase die gleichen Grundsätze, was beide zu Weggefährten machte. Beide haben 1979 die JKA verlassen und Shihan Kase hat 1989 die World Shôtôkan Karate Association (WSKA) begründet. Shihan Shirai integrierte sich sofort mit seinem italienischen Verband in die WKSA hinter seinen Meister und Freund. Sie konnten ihre Vorstellungen von traditionellem Karate so besser verwirklichen.

Seiko Shihan Kase ist nun 72 Jahre alt, er möchte deswegen den internationalen Verband WSKA auflösen. Die Dojo, die Karate Dô in seinem Sinne verstehen, müssen sich jetzt in den einzelnen Ländern selbst organisieren. In Deutschland geschieht dies unter anderem unter dem Namen Shôtôkan Ryu (nach Kase & Shirai), die Leitung hat Lothar Ratschke, in enger Zusammenarbeit weiterer Schüler der beiden Grossmeister.

Wie ist die Interessensgruppe Shôtôkan Ryu entstanden?

Seit mehreren Jahren beschäftigen sich Dan-Träger damit, wie in Deutschland mehr traditionelle, klassische Kampfkunst verwirklicht werden kann.

Auf den ausgeschriebenen Lehrgängen wird häufig eher Wettkampf-Karate vermittelt als traditionelles, klassisches Karate Dô - wie es unser Anliegen ist. Das soll sich mit Shôtôkan Ryu ändern - die Angebote der Interessensgruppe umfassen ganzheitliches Karate-Do - das schließt effektives, kämpferisches Bunkai ebenso ein wie Historie oder philosophische Hintergründe - und natürlich spielt auch Ki in Form z.B. von Vitalpunktstimulation eine wichtige Rolle.


Wie Shôtôkan Ryu arbeitet

Geleitet wird die Gruppe von Lothar Ratschke und Karl-Heinz Griebenow. Innerhalb der einzelnen Bundesländer organisieren die Dojo selbst ihre Zusammenarbeit.

Das bedeutet vor allem: nicht gemeinsame Verwaltung, sondern gemeinsames Training.
In Nordrhein-Westfalen organisiert das im Schwerpunkt das Karate-Dojo in Lindlar -
in enger Zusammenarbeit mit dem ShoShin Projekt. Ansprechpartner ist Heero Miketta.

Für Rückfragen:

projekt@shoshin.info

und hier die Homepage von

Lothar J. Ratschke